«Iberoamericana – Nordic Journal of Latin American and Caribbean Studies» im Open Access

von Markus Trapp — 04.01.2017, 10:45 Uhr

Iberoamericana – Nordic Journal of Latin American and Caribbean Studies

Das Institute of Latin American Studies der Universität Stockholm hat einen erfreulichen Schritt in Richtung Freier Zugang zum Wissen getan und die renommierte Zeitschrift Iberoamericana – Nordic Journal of Latin American and Caribbean Studies vom closed auf open access umgestellt. Dazu schreibt die Stickholm University Library: «Reaching Out with Open Access – A new era for Latin American Studies in the Nordic Region»:

As of October the Iberoamericana – Nordic Journal of Latin American and Caribbean Studies is published openly online, replacing its print edition since 1977 with a more accessible format. The Institute of Latin American Studies at Stockholm University covers the publication costs. The journal’s Editor-in-Chief Andrés Rivarola Puntigliano wants to offer a re-invented platform to reach the most qualified authors.

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Der unbekannte Joan Miró

von Redaktion — 22.12.2016, 10:00 Uhr

Espacio Miró, Fundación MAPFRE

Ein Gastbeitrag von Nicole Büsing & Heiko Klaas

Ob in Barcelona, Palma de Mallorca oder an seinem langjährigen Wohnort auf dem Lande: Joan Miró ist in Spanien mit zahlreichen Dauerausstellungen seines Werkes präsent. Dennoch lohnt auch der Besuch des frisch eröffneten „Espacio Miró“ in der Fundación MAPFRE in Madrid.

Madrid. In Spanien gehört der katalanische Maler Joan Miró (1893-1983) mit seinen unverwechselbaren Darstellungen von Vögeln, Frauenfiguren und Sternen sozusagen zu den Nationalhelden. In Barcelona und Palma de Mallorca sind seinem Werk ganze Museen gewidmet. Ein Miró-Center, untergebracht in einer ehemaligen Kirche, gibt es zudem in seinem langjährigen Wohnort Mont-roig del Camp. Einen weitaus unbekannteren Miró präsentiert von nun an die Fundación MAPFRE in Madrid. Die Stiftung hat vor wenigen Tagen in ihrem Hauptsitz am prächtigen Paseo de Recoletos, unweit vom Prado und dem Museum Thyssen-Bornemisza, den „Espacio Miró“ mit einer Dauerausstellung auf zwei Etagen eröffnet. Die hier gezeigten 65 Gemälde und Papierarbeiten aus dem Spätwerk des Künstlers stammen zum großen Teil aus dem Besitz der Familie Miró. Sie waren fast alle noch nie öffentlich ausgestellt und werden der Stiftung zunächst als Dauerleihgabe für fünf Jahre zur Verfügung gestellt.
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Jahrzehntelange Arbeit am Nachruf Fidel Castros

von Markus Trapp — 05.12.2016, 09:33 Uhr

nachruf-castro

Fidel Castro wurde gestern in Santiago de Cuba beigesetzt. Damit endete auch die neuntägige Staatstrauer in Kuba. Gina Lamb hat in der New York Times zusammen mit 16 Redakteuren der Zeitung einmal untersucht, wie sich die Presse im Laufe der Jahrzehnte auf den Nachruf für den kubanischen Revolutionsführer vorbereitet hat. Dabei ist dem Team der New York Times auch ein interessantes Pressestück über den Wandel der Medien gelungen. Lang, aber höchst lesenswert.
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27. Lateinamerika Filmtage Hamburg

von Markus Trapp — 25.11.2016, 11:43 Uhr

lateinamerika-3001-2016

27. Días Del Cine Latinoamericano
vom 10.-21. Dezember 2016 im 3001 Kino

Die 27. Lateinamerika Filmtage eröffnen am 10. Dezember 2016 mit Neruda von Pablo Larraín, der im Februar 2017 auch bei uns ins Kino kommt. Der Chilene Pablo Larraín ist einer der herausragendsten Regisseure Lateinamerikas und hat mit Jackie gerade seine erste englischsprachige Produktion herausgebracht. Wir zeigen auch seine Filme ¡No! und El Club, die sich, wie auch Neruda, durch eine sehr besondere, dem Sujet angepasste Bildgestaltung auszeichnen.

Ebenfalls aus Chile stammt der Schauspieler Alfredo Castro, der nicht nur in diesen drei Filmen Larraíns zu sehen ist, sondern auch in Desde Allá des venezuelanischen Regisseurs Lorenzo Vigas. Neben Castro brilliert hier der junge Schauspieler Luis Silva. Mit El Malquerido von Diego Rísquez können wir in Kooperation mit dem Generalkonsulat der Bolivarischen Republik Venezuela einen weiteren Film aus Venezuela zeigen.
Der Dokumentarfilm Ceviche von Orlando Arriagada lässt uns in die peruanischen Kochtöpfe blicken. Bei so vielen Leckerbissen laden wir am 15.12. im Anschluss ein, das Gericht auch zu probieren.
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kalmenzone: Themenschwerpunkt «Don Quijote»

von Markus Trapp — 21.11.2016, 14:35 Uhr

Honoré Daumier: Don Quichotte und Sancho Pansa (um 1866/68). Öl auf Leinwand.

Honoré Daumier: Don Quichotte und Sancho Pansa (um 1866/68).
Öl auf Leinwand.

Die Literaturzeitschrift kalmenzone hat in ihrer aktuellen Ausgabe einen interessanten Themenschwerpunkt, den wir hier gerne vorstellen möchten: «Don Quijote und seine Verwandten». Heft 10/2016 kann auf der Website der Zeitschrift kostenlos herunter geladen werden.

Zitat aus dem Vorwort von Herausgeber Cornelius van Alsum:

La grandeza de Don Quijote es que supo ser pobre y ser vencido. Es sei die Größe Don Quijotes, schreibt Miguel de Unamuno, daß er es verstand, arm zu sein und besiegt (Miguel de Unamuno, Obras completas IV: La raza y la lengua, Madrid: Escelicer 1968, S. 1369). Der im Oktober 1914 veröffentlichte Essay Uebermensch, aus dem dieses Zitat stammt, ist durchaus nicht frei von Polemik und drückt Unamunos Abneigung gegen das, was er als deutsche Geistesart erkannt zu haben glaubte, deutlich aus. Unmittelbar voran geht die Sentenz, das Furchtbarste, das einem Volk widerfahren könne, sei, nicht auch auf die Niederlage vorbereitet zu sein. Bekanntlich sprach sich der große Gelehrte und Schriftsteller nachdrücklich gegen die spanische Neutralität im Ersten Weltkrieg aus und teilte keineswegs die Sympathien vieler seiner Landsleute mit dem Deutschen Reich. So zeitgebunden die zitierte Würdigung Don Quijotes auch ist, sie verweist dennoch auf mehrere Aspekte, die den Herausgeber bei der Zusammenstellung dieses zehnten Heftes der kalmenzone geleitet haben.

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Lorca y el flamenco – El País-Dossier zu Federico García Lorca

von Markus Trapp — 15.11.2016, 15:03 Uhr

Lorca y el flamenco

Vor über achtzig Jahren, am 19. August 1936 wurde Federico García Lorca von Franquisten erschossen. In El País ist in diesem Monat unter dem Titel «Lorca y el flamenco» ein Dossier zu dem spanischen Lyriker und Dramatiker erschienen. Dort sind u.a. folgende Texte zu lesen:

  • «Lorca y el flamenco» por Juan Vergillos:

    La atracción del flamenco por los textos de Lorca es una consecuencia de este vínculo del poeta granadino con lo jondo y su interés por las formas poéticas populares

  • «La refundación del lenguaje» por José Manuel Caballero Bonald:

    Las palabras del poeta dicen ya algo distinto, mucho más sugestivo por sorprendente, de lo que consignan los diccionarios

  • «Lorca era una galaxia» por Agustín Sánchez Vidal:

    El jueves 18 de agosto se cumplieron 80 años del fusilamiento en Granada del autor de ‚Bodas de sangre‘. Diez especialistas en su obra retratan a este escritor poliédrico y universal

Alle Texte im Überblick unter elpais.com/especiales/2016/lorca-y-el-flamenco.

Lateinamerikatag 2016 im Rautenstrauch-Joest-Museum

von Markus Trapp — 01.11.2016, 17:38 Uhr

Lateinamerikatag im Rautenstrauch-Joest-Museum Das Rautenstrauch-Joest-Museum und der Kulturveranstalter Grenzgang veranstalten auch in diesem Jahr wieder am Sonntag, den 27. November 2016 ab 10 Uhr, ihren traditionellen Thementag Lateinamerika in Köln. In der Programmankündigung heißt es:

Capoeira-Tanz, mitreißende mexikanische Son-Musik, eine gefühlvolle musikalische Reise durch Kolumbien sowie der Film „Das Meer des Pilgers Antonio“ sorgen für lateinamerikanische Stimmung im RJM. Der hier aufgebaute mexikanische Totenaltar 2016 ist an diesem Tag zum letzten Mal zu sehen. Programmpunkte zu aktuellen Themen wie Klima, Menschenrechte in Mexiko und Migration laden zum Zuhören, Nachdenken und Mitreden ein.

In Führungen werden Pilgerorte in Lateinamerika erklärt, ein Workshop gibt Einblicke in die indigene mexikanische Sprache
Nahuatl. Drei grenz gan g Reise-Reportagen zeigen die faszinierende Welt der Länder Lateinamerikas. Es geht durch Mittel- und Südamerika und mit spektakulären 3D-Aufnahmen durch Costa Rica. Kinder können spannenden Märchenlesungen lauschen, mexikanische Totenköpfe aus Gips bemalen und sich beim mexikanischen Piñataspiel „süß“ überraschen lassen.

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Toletum-Workshop: Die Stadt außerhalb der Stadt: suburbia zwischen Republik und Spätantike

von Markus Trapp — 19.10.2016, 14:04 Uhr

Toletum VII - 2016 Vom 17. – 19. November 2016 ist es wieder soweit: Zum 7. Mal findet der Toletum-Workshop in Hamburg statt. Im Toletum-Blog schreibt Sabine Panzram zur Zielsetzung des Workshops:

Das suburbium, die Vorstadt, umfasst die urbane Peripherie, die Stadtbezirke außerhalb der Mauern und den diffusen Übergangsbereich zwischen Stadt und Land. Es gehört zugleich zu den Bereichen, die die Städteforschung bisher zuvörderst aus der Perspektive einer Epoche und einer Funktion in den Blick genommen hat:

So konzentriert sich das Gros altertumswissenschaftlicher Arbeiten in der Kaiserzeit auf die Nekropolen und suburbane Villenlandschaften; Themen, die in der Spätantike insofern eine Fortsetzung finden, als dann die frühchristlichen Märtyrerbasiliken im Mittelpunkt des Interesses stehen. Der Versuch, auch andere Elemente der suburbia in ihrer Funktion für und Bezugnahme auf die Stadt zu untersuchen – wie Spielstätten, Handwerkerviertel, Straßen und nicht zuletzt das Umland selbst – und so im Rahmen ihrer konkreten Wirkungszusammenhänge zu rekonstruieren und zu interpretieren, und zwar à la longue, wurde bisher nur vereinzelt unternommen.

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