Open Access-Publikationen mit Universitätsverlagen

An vielen Universitäten gibt es einen Verlag für Publikationen der Hochschulangehörigen. Diese Angebote sind neben den immer stärker werdenden OA-Angeboten der kommerziellen Verlage FID Romanistik traditionell auf Open Access orientiert. Auf der Website der AG Universitätsverlage heißt es zum verlegerischen Tun der Mitgliedsverlage:

Beim Vertrieb von traditionellen Büchern ist unser Ziel, hohe Qualität zu fairen Preisen anzubieten. Neben Printprodukten publizieren Universitätsverlage auch Online-Ausgaben ihrer Veröffentlichungen und unterstützen so das Prinzip des “Open Access”.

Als Ziele dieser Agenda werden genannt:

Das elektronische Publizieren und der Online-Zugriff auf wissenschaftliche Information trägt wesentlich zu höherer Effizienz der wissenschaftlichen Arbeit in Forschung, Lehre und Studium bei und stellt eine wichtige Infrastrukturmaßnahme für die wissenschaftliche Entwicklung dar.

Dass die Universitätsverlage Open Access vor vielen kommerziellen Verlagen für sich entdeckt haben, hat sicherlich mit ihrer institutionellen Verortung zu tun. Dadurch ist ihre Finanzierung gesichert, sodass sich die Frage nach der Finanzierung von Open Access FID Romanistik weniger stellt und auch insgesamt ein kostengünstiges Publizieren möglich ist. Ein weiteres Resultat ihrer Anbindung an Hochschulen und Bibliotheken ist ihre Vertrautheit mit Aufgaben wie der nachhaltigen Verbreitung und Sichtbarmachung, der Auszeichnung mit Metadaten und persistenten Identifikatoren FID Romanistik sowie bei der Sicherung von  Nachhaltigkeit und insbesondere der Langzeitarchivierung. Ihre Beschäftigung mit dem Thema mündete auch in das Formulieren von Qualitätsstandards für Publikationen im Open Access.

Ein vergleichsweise frühes Beispiel für romanistische Open Access-Veröffentlichungen bei Universitätsverlagen ist der von Tilmann Altenberg und Klaus Meyer-Minnemann im Jahr 2007 bei der Hamburg University Press herausgegebene Band Europäische Dimensionen des „Don Quijote“ in Literatur, Film, Kunst und Musik. Schon zu diesem Zeitpunkt wurden dort Möglichkeiten des digitalen Publizierens ausgelotet. So wird der Beitrag von Tilmann Altenberg „‘Don Quijote‘ im Film“ neben der statischen Version auch in zwei verschiedenen Dateiformaten mit eingebetteten Filmzitaten bereitgestellt.

Fragen Sie in Ihrer lokalen Bibliothek nach den Publikationsmöglichkeiten des jeweiligen Verlags. Einen Überblick über die Universitätsverlage geben die Seiten der AG Universitätsverlage in einer Übersicht und in einer Mitgliederkarte.

Siehe zum Thema auch die Folien von Isabella Meinecke „Wissenschaftliches Publizieren mit Bibliotheken“ vom OA-Workshop des FID Romanistik FID Romanistik.

Abbildungen: AG Univerlage: blog.bibliothek.kit.edu/ag_univerlage/; Hamburg University Press: blogs.sub.uni-hamburg.de/hup/

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