Open Access-Angebote von Verlagen

Oft werden Publikationen im Open Access und bei Verlagen als Gegensätze betrachtet. Die Umfrage des FID ergab, dass viele OA-Interessierte aber auch weiterhin mit ihrem angestammten Verlag veröffentlichen wollen. Wir geben Ihnen eine Übersicht über romanistisch relevante Verlage, die auf ihrer Website bereits ein Open Access-Angebot zur Veröffentlichung auf einer eigenen oder einer externen Plattform nennen.

  • AVM: Laut Informationen auf der Verlagswebsite ist sowohl eine gleichzeitige als auch eine zeitversetze Open Access-Publikation der Printveröffentlich möglich. Ein eigener Bereich auf der Website ist eingerichtet.
  • Böhlau: Der Verlag weist explizit darauf hin, dass er sich nur für die ersten 12 Monate die ausschließlichen Rechte an einer Veröffentlichung einräumen lässt. Daneben listet er eine Reihe von Open Access-Veröffentlichungen des Verlags.
  • De Gruyter: Es werden verschiedene Open Access-Modelle angeboten. Dazu gehört die kostenpflichtige genuine OA-Publikation von Büchern und Zeitschriften, die über eine eigene Plattform veröffentlicht werden.  Auch die Zweitpublikation von Zeitschriftenartikeln gegen Entgelt oder nach einer Embargofrist wird genannt. Laut Sherpa/Romeo können Artikel nicht nur in der Manuskriptfassung, sondern unter bestimmten Bedingungen auch in der Verlagsversion zweitveröffentlicht werden.
  • Franz Steiner: Der Verlag fordert explizit dazu auf, sich zum stetig wachsenden Open Access-Angebot zu melden. Erste Publikationen stehen bei OAPEN zur Verfügung. Für eine Selbstarchivierung setzt der Verlag eine Embargofrist von 18 Monaten.
  • Helmut Buske: Allen Zeitschriften-Autor*innen wird gestattet, ihre Beiträge nach zwölf Monaten in der Manuskriptversion zweitzuveröffentlichen.

 

  • Peter Lang: Der Verlag unterstützt die sofortige Open Access-Hybridpublikation und erstellt darüber hinaus individuelle Angebote. Als Plattform wird OAPEN genutzt. Laut Sherpa/Romeo kann neben Manuskriptfassungen unter bestimmten Bedingungen auch die Verlagsfassung veröffentlicht werden.
  • transcript:Die Veröffentlichung einer OA-Version gleichzeitig zur Printpublikation wird als Alternative zur Publikation eines kostenpflichtigen E-Books angeboten. Auf der Verlagsseite werden die bisherigen OA-Veröffentlichungen gelistet.
  • Vandenhoeck & Ruprecht: Der Verlag erstellt individuelle Angebote und ermöglicht eine mit der Printversion gleichzeitige OA-Hybridpublikation. Es wird die Plattform OAPEN genutzt.
  • Vittorio Klostermann: Der Verlag nennt die mögliche Zweitveröffentlichung von Zeitschriftenartikeln nach 12 Monaten. Gegen Gebühr können sie sofort im Open Access zweitveröffentlicht werden. Erste OA-Publikationen stehen über OAPEN zur Verfügung.
  • Winter: Auf der Website werden erste realisierte Open Access-Veröffentlichungen gelistet.

 

Ist Ihr bevorzugter Verlag nicht in dieser Übersicht enthalten bzw. macht auf seiner Website keine expliziten Aussagen über Open Access, empfehlen wir Ihnen eine direkte Kontaktaufnahme. Dass ein Verlag noch keine expliziten Informationen zu diesem Thema auf seiner Website nennt, sagt nichts über seine Offenheit aus. So ist auch der FID mit Verlagen, die hier nicht genannt sind, in Gesprächen zu zukünftigen Open Access-Aktivitäten. Häufig ist außerdem das Veröffentlichen von Preprints möglich.

Kennen Sie weitere Verlage mit OA-Angeboten? Möchten Sie etwas zur Open Access-Policy Ihres Verlages kommentieren? Nutzen Sie gerne die Kommentarfunktion oder wenden Sie sich an christoph.hornung@sub.uni-hamburg.de. Für eine weitere Publikationsberatung nutzten Sie gerne das Beratungsangebot des FID.

Update 30.08.2018: Aus Anlass dieses Artikels weist der Verlag De Gruyter auf seinen neuen OA-Flyer für die Romanistik hin.

Update 19.09.2018: Die OA-Angebote von Universitätsverlagen stellen wir in einem eigenen Artikel vor.

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