«DLF Kultur»-Feature zur aktuellen Literatur Mexikos

von Markus Trapp — 03.07.2017, 11:39 Uhr

Die neue Autorengeneration Mexikos

Eine bessere Möglichkeit sich in kürzester Zeit einen Überblick über die aktuelle mexikanische Literatur zu verschaffen, gibt es kaum. Unter dem Titel «Die neue Autorengeneration Mexikos» stellt Peter B. Schumann die AutorInnen – die auch im O-Ton zu Wort kommen – und ihre aktuellen Werke vor. Sowohl der sachkundige Autor des Beitrages sowie die Befragten selbst ordnen dabei ihre schriftstellerische Tätigkeit in einem Land ein, das nunmehr seit Jahrzehnten eine schwierige Krise durchlebt:

Mexiko hat in der letzten Zeit vor allem durch Exzesse der Gewalt auf sich aufmerksam gemacht. Die außerordentliche Brutalität der Drogenkartelle stand Pate für Romane, die als Narco-Literatur bekannt wurden.

Viele Autorinnen und Autoren der jüngeren Generation sind der ewigen Auseinandersetzung mit der allgegenwärtigen Gewalt müde. Sie schließen zwar nicht die Augen vor ihr, suchen aber nach neuen Zugängen, Erklärungen und Ausdrucksformen. Dabei sprengen sie literarische Konventionen oder begeben sich auf eine mitunter surrealistische Spurensuche nach Motiven und Ursachen für den Zustand ihres Landes.

Wie immer sehr lobenswert: bei den Radio-Features von Deutschlandfunk Kultur gibt es das gesamte Manuskript als PDF (27 Seiten, 720 kb) zum Download. Obige Wortwolke ist – mithilfe des praktischen Tools Wordle – aus dem Text der Sendung erstellt worden.

Der mexikanische Schriftsteller Juan Pablo Villalobos, aufgenommen 2016 (picture alliance / dpa / Andreu Dalmau)

Der mexikanische Schriftsteller Juan Pablo Villalobos, aufgenommen 2016 (picture alliance / dpa / Andreu Dalmau)

Das Verzeichnis der zitierten Literatur:

  • Elmer Mendoza, Das pazifische Kartell. Aus dem Spanischen von Mattthias Strobel. Suhrkamp Verlag, Berlin 2012
  • Juan Pablo Villalobos, Ich verkauf dir einen Hund. Aus dem Spanischen von Carsten Regling. Berenberg Verlag, Berlin 2016
  • Juan Pablo Villalobos, Lasst uns eine Mauer bauen. In: Der Tagespiegel, 29.3.2017. Aus dem Spanischen von Dorothee Nolte.
  • Valeria Luiselli, Die Geschichte meiner Zähne. Aus dem Spanischen von Dagmar Ploetz. Verlag Antje Kunstmann, München 2016
  • Verónica Gerber, Conjunto vacío / Leere Menge. Aus dem Spanischen von Marianne Gareis. © LCB
  • Luigi Amara, Die Perücke. Aus dem Spanischen von Peter Kultzen. Berenberg Verlag, Berlin 2017
  • Pergentino José Ruiz, Mitternachtsvogel. Aus dem Spanischen von Marianne Gareis. © LCB
  • Antonio Ortuño, Die Verbrannten. Aus dem Spanischen von Nora Haller. Verlag Antje Kunstmann, München 2015

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