Netflix im Spagat zwischen Qualität und Gewinnorientierung

von Markus Trapp — 07.06.2017, 12:12 Uhr

Netflix und vergleichbare Streaminganbieter sind im Kommen und verändern die Fernsehkonsum weltweit. Der Konzern hat den spanischsprachigen Markt besonders im Blick und verbreitet sich auch in Lateinamerika und Spanien besonders stark (siehe dazu El Rincón de Netflix: «Recomendaciones y Estrenos de Netflix España y Latinoamérica»).

Für innovative Serienformate und für breites episches Erzählen werden manche Netflix-Produktionen auch gelobt. Doch machen wir uns nichts vor: Netflix ist ein gewinnorientiertes Unternehmen und denkt bei seinen Zielen weniger an die hehre Qualität als an den Erfolg in der Breite, der dann wieder weniger mit Qualität zu tun hat. Eine kritische Einschätzung zu diesem Punkt hat Eneko Ruiz Jiménez heute in der spanischen Tageszeitung El País veröffentlicht:

La historia ideal la sabíamos. Netflix concede libertad y se atreve con historias que nadie compra. Eso merece aplausos. Pero no nos engañemos: la empresa estadounidense está aquí para ganar, para dominarlo todo. Nunca escondió que antes que crear la próxima The Wire prefiere rodar decenas de películas de Adam Sandler, lanzar series de calidad dudosa como The Ranch o Madres Forzosas y renovar otras como Por trece razones para algo tan simple como llenar las arcas. No es nada personal. Es el capitalismo, estúpido.

Weiter lesen bei El País: «Netflix no son hermanitas de la Caridad»

Wie Netflix sein Angebot auf spanisch bewirbt, kann man auf Twitter im Account @netflixES oder zum Beispiel in diesem Werbespot sehen:

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