40 Jahre Massaker von Tlatelolco

von Markus Trapp — 02.10.2008, 13:38 Uhr

Gedenkstätte auf der Plaza de las Tres Culturas in Tlatelolco
Foto: Wikipedia

Heute vor 40 Jahren sind auf der Plaza de las Tres Culturas in Tlatelolco Hunderte Studierende vom Mexikanischen Militär erschossen worden. 10 Tage vor Eröffnung der Olympischen Sommerspiele 1968 kam es so zu einem unfassbaren staatlichen Gewaltakt, der lange von den mexikanischen Autoritäten versucht wurde zu verheimlichen, und der bis heute nicht aufgeklärt wurde.

Aus Anlass des traurigen Jubiläums des Massakers von Tlatelolco berichtet die spanische Tageszeitung El País heute im Artikel »La noche más larga«:

Hoy se cumplen 40 años de aquel atardecer. Un aniversario doloroso por las jóvenes vidas que fueron truncadas en un mitin pacífico. Pero la fecha aún escuece porque aún tras la caída del PRI (Partido Revolucionario Institucional), que gobernó el país por más de 70 años, no se ha encontrado autor o responsable de esa matanza. La impunidad forma parte de esta conmemoración.

Lesen bzw. hören Sie dazu auch den Radiobeitrag von heute morgen aus dem Kalenderblatt im Deutschlandfunk: »Das Massaker von Tlatelolco« (Transkription). Dauer des Audiobeitrages: 4:17 Min. Start durch Klick auf den Pfeil:

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Eine sehr gute filmische Verarbeitung des Themas hat der mexikanische Regisseur Jorge Fons mit dem Film Rojo Amanecer 1989 geliefert, der die Ereignisse des 2. Oktobers aus der Sicht einer Familie in Tlatelolco schildert.
Hier ein Ausschnitt aus dem Film:


Direktlink YouTube

Die Söhne in Rojo Amanecer werden gespielt von den Schauspielbrüdern Demián und Jorge Bruno Bichir. Der Film ist im Übrigen in 10 Teilen komplett auf YouTube (Teile 2-10 siehe dort bei Related Videos) zu sehen.

In den Volltexten der Virtuellen Fachbibliothek cibera finden Sie zum Beispiel einen Verweis auf den Artikel der politischen mexikanischen Zeitschrift Proceso: Kate Doyle: »El 68. Desconcierto de Washington«cibera, der auf die Untersuchungen der CIA zum Fall eingeht:

Los funcionarios de la embajada de Estados Unidos en México vivieron dentro de la confusión el movimiento estudiantil de 1968. Además de no haber previsto protestas de tal magnitud contra el régimen priista, no sabían de qué manera respondería el gobierno Díaz Ordaz. Así lo reflejan los informes enviados a washington por la embajada y los agentes de la CIA, en los que tembién, finalmente, se desconfía de la versión oficial sobre lo sucedido en Tlatelolco el 2 de octubre.

Bei Interesse können Sie sich hier den Artikel von Kate Doyle vom 5.10.2003 als Scan der George Washington University im Format PDF (7 Seiten) herunterladen. Weitere Informationen (Monographien, Zeitschriftenartikel und digitale Quellen) zu Tlatelolco erschließen sich über die Metasuche in cibera cibera.

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