Deutschlandfunk-Reihe Lateinamerika: Demokratie in der Krise

Atardecer en Santiago de Chile
Atardecer en Santiago de Chile
Foto: Rantes – Flickr

Im Deutschlandfunk präsentiert Peter B. Schumann zurzeit sonntagsmorgens eine 6-teilige interessante Gesprächsserie zum Thema »Lateinamerika: Demokratie in der Krise«, die auch nachträglich noch online angehört werden kann:

Lateinamerika erlebt zurzeit die längste Phase ungebrochener Demokratie. Alle Staaten außer Cuba besitzen zumindest formal einen demokratischen Status. Doch seine Verwirklichung hängt meist allzu sehr vom Willen der jeweiligen Regenten ab. Die Demokratie erweist sich als krisenanfällig oder trägt sogar Spuren des Zerfalls.

[Update 5.08.09: Die DLF-Audio-Beiträge sind leider nicht mehr online verfügbar.]

Die bereits gesendeten Beiträge können entweder auf den Seiten des Deutschlandfunks oder direkt hier in diesem Beitrag angehört werden1.
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Demokratische Entwicklung in Lateinamerika

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Der Publizist Wolf Grabendorff skizziert zu Beginn der Gesprächsreihe Grundzüge und neue Formen der demokratischen Entwicklung in Lateinamerika.


Chile

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Der Schriftsteller und Ex-Botschafter Antonio Skármeta erläutert am „chilenischen Modell“, dass eine der traditionsreichsten Demokratien auch 18 Jahre nach dem Ende der Diktatur nicht frei von den Folgen dieser Vergangenheit ist.

Kolumbien

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In Kolumbien erstickte das parlamentarische System immer wieder an den blutigen Auseinandersetzungen, die sich zwei demokratische Parteien lieferten. Inzwischen geht die Gewalt von anderen Akteuren aus, aber die Demokratie befindet sich weiterhin im latenten Kriegszustand – wie der Philosoph Carlos B. Gutiérrez erläutert.

Argentinien

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In Argentinien herrschen zwar demokratische Verhältnisse, aber an wildem Kapitalismus und an der Unfähigkeit der politischen Klasse kollabierte fast das System – wie der Wirtschaftshistoriker Andrés Musacchio ausführt.

Venezuela

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In Venezuela findet einer der umstrittensten Prozesse gesellschaftlicher Umgestaltung und demokratischer Neuorientierung statt – analysiert der Politologe Nikolaus Werz.

Paraguay

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Paraguay befindet sich erst auf dem Weg zur Demokratie, denn noch hält die Partei der abgewickelten Diktatur die Zügel der Macht in Händen. Der Soziologe Tomás Palau schildert die Hoffnung, die sich bei den Parlamentswahlen am 20. April auf die Allianz der vereinigten demokratischen Parteien richtet.

Im vergangenen Jahr gab es im Deutschlandfunk auch bereits eine Serie zu Lateinamerika, die ich damals in meinem persönlichen Blog Text & Blog vorgestellt hatte und deren Beiträge – Dank des ausgezeichneten Hörerservices des Deutschlandfunks – auch noch im Nachhinein im Internet zu hören sind: »Neue Linke in Lateinamerika« (mit Beiträgen zu Mexiko, Brasilien, Argentinien, Bolivien, Nicaragua und Venezuela).

Update 8.4.08: Auch die Sendung SWR2 Wissen hat sich kürzlich eines lateinamerikanischen Landes (Venezuela) angenommen:
»Der „böse Bube“ Südamerikas – Hugo Chavez und sein Erdöl-Sozialismus« (27-minütige Sendung und 10-seitiges Manuskript).

  1. Dieser Artikel wird kontinuierlich aktualisiert. Ob ein Beitrag schon gesendet wurde, erkennen Sie daran, dass das Lautsprechersymbol im entsprechenden Abschnitt eingefügt wurde. Dauer je Beitrag: 30 Minuten. []

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